Wir haben zehn elektrische Luftentfeuchter gegenübergestellt – vom kleinen Raumentfeuchter für das Bad bis zum Gerät für 90 m². Entscheidend ist die Entfeuchtungsleistung in l/24 h im Verhältnis zum Raum; daran scheitern die meisten Fehlkäufe.
Jeder Entfeuchter holt Wasser aus der Raumluft – auf drei verschiedenen Wegen. Kompressor, Adsorption und Peltier unterscheiden sich in Leistung, Stromverbrauch und in der Temperatur, ab der sie noch arbeiten.
Die Bauart ist die erste Entscheidung, nicht die letzte: Ein Kompressorgerät im 10 °C kalten Keller bringt weniger als ein deutlich kleinerer Adsorptionstrockner, und ein Peltier-Gerät bedient einen Schrank, kein Wohnzimmer.
Alle Bauarten im Direktvergleich →Feuchte Luft strömt über ein kaltes Register, das Wasser kondensiert und tropft in den Wasserbehälter – dasselbe Prinzip wie im Kühlschrank. Die Geräte im Vergleich schaffen laut Hersteller 10 bis 30 l/24 h. Unterhalb von rund 15 °C fällt die Leistung ab, weil das Register vereist; dagegen hilft eine Abtauautomatik.
Ein Trocknungsmittel bindet die Feuchtigkeit, eine Heizstufe treibt sie wieder aus. Ohne Kompressor und ohne Kältemittel arbeitet die Bauart laut Herstellern auch bei niedrigen Temperaturen weiter – mehrere Rezensionen bestätigen das für Keller, Garage und Wintergarten. Der Preis dafür ist die Leistungsaufnahme: 660 W laut Datenblatt beim Meaco DD8L.
Ein thermoelektrisches Element kühlt eine kleine Fläche, an der das Wasser kondensiert. Das ist leise und zieht mit 21 bis 36 W laut Datenblatt wenig Strom, doch die Leistung liegt bei 250 bis 450 ml/24 h statt bei Litern. Je entzogenem Liter ist das die teuerste Art zu entfeuchten. Sinnvoll für Bad, Abstellkammer, Kleiderschrank oder Wohnwagen, nicht für Wohnräume.
Empfehlung
Kompressor-Luftentfeuchter mit 20 l/24 h für Räume bis 30 m², App- und WLAN-Steuerung sowie Wäschetrocknungsmodus.
Auch empfehlenswert
Kompressor-Luftentfeuchter mit 16 l/24 h für Räume bis 33 m², drei Automatikmodi (Auto, Nacht, Wäsche).
Auch empfehlenswert
Kompressor-Luftentfeuchter mit 12 l/24 h für Räume bis 20 m², kleiner 2,5-l-Behälter ohne erkennbare Dauerablauf-Option, günstigstes Kompressorgerät für Räume ab 20 m² im Vergleich.
Die Empfehlung gilt für Wohnräume und Schlafzimmer bis rund 30 m². Für einen unbeheizten Keller oder ein kleines Bad führen andere Geräte – welche, steht im Vergleich und in unseren Ratgebern.
Unsere Bewertung folgt einem festen Raster mit 5 Kriterien. Grundlage sind Herstellerangaben, technische Datenblätter und die systematische Auswertung von Kundenrezensionen. Wir betreiben kein Labor und messen nicht selbst.
Entfeuchtungsleistung in l/24 h laut Herstellerangabe samt Messbedingung, im Verhältnis zur vom Hersteller genannten Raumgröße und abgeglichen mit Rezensionen zur tatsächlich erreichten Wirkung.
Strombedarf je entzogenem Liter Wasser: Leistungsaufnahme in Watt laut Datenblatt, gerechnet gegen die Entfeuchtungsleistung in l/24 h und quer über alle zehn Geräte eingeordnet. Fehlt eine belastbare Wattangabe, ordnen wir bauartüblich ein und schreiben es dazu.
Vom Hersteller angegebener Schalldruckpegel in dB, abgeglichen mit Rezensionen zur Eignung für Schlafzimmer und Wohnraum.
Behältervolumen, Möglichkeit zum Dauerablauf per Schlauch, Hygrostat und Verständlichkeit der Bedienung laut Datenblatt und Rezensionen.
Anschaffungspreis im Verhältnis zu Ausstattung und Entfeuchtungsleistung, verglichen mit dem restlichen Feld.
Wie viele l/24 h zu 15, 30 oder 90 m² passen, was die Zahl auf dem Karton wirklich bedeutet und wo das Gerät stehen sollte.
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